Wilhelm Umbach

Wihelm Umbach Bürgermeister 01.07.1948 - 30.06.1966

Ehrenbürger der Stadt Langen
Ehrenplakette der Stadt Langen in Bronze 
Ehrenplakette der Stadt Langen 
in Gold

Bei den Gemeindewahlen im März 1948 gewann die SPD sieben von zwölf möglichen Sitzen im Gemeinderat und nominierte Wilhelm Umbach zu ihren Bürgermeisterkandidaten. Wilhelm Umbach wurde kurz vor der Währungsreform vom Stadtparlament einstimmig zum Bürgermeister von Langen gewählt. Knapp drei Jahre nach seinem Rücktritt kehrte Wilhelm Umbach am 1. Juli 1948 an die Spitze der Langener Stadtverwaltung zurück. Der Beginn seiner zweiten Amtsperiode als Bürgermeister fiel in eine Epoche die an Wilhelm Umbach kaum geringere Anforderungen stellte als die Zeit unmittelbar nach dem Weltkrieg. Die Folgen des „Dritten Reiches" und des Zweiten Weltkrieges mussten beseitigt werden. Noch beherrschten Hunger und materielle Not das Leben der Menschen. Die Bewirtschaftung und Rationierung der lebenswichtigen Nahrungsmittel und Bedarfsgüter war erst vor kurzem eingestellt worden. Nur sehr langsam wurde spürbar, dass die Währungsreform und die Vorboten des späteren „Wirtschaftswunders" hinüberleiteten zu einer neuen Epoche der Langener Stadtgeschichte.

 
Die Aufwärtsentwicklung spiegelt sich deutlich in den Einwohnerzahlen. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden rund 9000 Einwohner registriert, am Ende des Krieges waren es mehr als 10.00 Menschen darunter zahlreiche Ausgebombte, Evakuierte und Leute die der Krieg aus ihrer an­gestammten Heimat verschlagen hatte. Dazu kamen dann noch viele Flüchtlinge aus den deutschen Ost­gebieten, aus dem Sudetenland und vom Balkan.  In den früheren Jahrzehnten war Langen überwie­gend Arbeiterwohnsitzgemeinde. Die Bevölkerung hatte weitgehend in den nahen Großstädten ihren Arbeitsplatz und pendelte zwischen ihrem Wohn- und Arbeitsort hin und her.
Obwohl Langen fast keine Schäden durch den Krieg erlitten hatte, war die Stadt überfüllt. Viele Menschen mussten mit Wohnraum, mit Nahrung, Kleidung und den notwendigsten Gütern versorgt werden. Das stellte große Anforderungen an die Ver­waltung, die kaum zu lösen waren. Die kommunale Selbstverwaltung stand noch in den Anfängen und alles bewegte sich im starren Rahmen des Besat­zungs- und Bewirtschaftungsrechts, so dass sich das gemeindliche Leben eigentlich nur auf das Verwalten des Vorhandenen beschränkte. Zunächst galt es, den Lebensbedarf für die Bevölkerung zu sichern, Wohnraum zu schaffen. Gewerbe und Industrie anzusiedeln, Straßen und Kanäle zu bauen, die Stadt mit Energie und Wasser zu versorgen, Schulen zu erstellen und das kulturelle Leben wieder in Gang zu bringen.
 
Das größte geschlossene Neubaugebiet Langens ist die Wohnstadt Oberlinden mit der Nebenerwerbsiedlung in der Wohnraum für 6.000 Menschen geschaffen wurde.
 
Der Ansiedlung namhafter Industriebetriebe und gewerblicher Unternehmen verdankt die Stadt eine beachtliche Steuerkraft. Das geht am besten aus einem Vergleich der Gewerbesteuer-Einnahmen hervor: Während 1948 ganze 196 000 Mark eingenommen wurden, betrug das Gewerbesteuer-Aufkommen 1964 4 300 000 Mark. Da die Gewerbesteuer nach wie vor die bedeutendste Steuereinnahme der Gemeinden ist, entscheidet sie praktisch darüber, was eine Gemeinde ihren Bürgern bieten kann und was nicht.
Neben diesen steuerlichen Gesichtspunkten war aber auch die Schaffung von über 9.600 qualifizierter Arbeitsplätze erst möglich geworden.
 

Durch das schnelle Wachstum der Bevölkerung war ein großer Nahholbedarf an Schulen und Kindergärten vorhanden der in kurzer Zeit behoben werden musste. Gleiches galt auch für den Straßenbau und der Kanalisation.

Wilhelm Umbach verstarb am 20.10.1979.


 

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